jitter beschreibt im englischen einen Fachbegriff für eine instabile digitale Verbindung von zwei Sendern. Das gesendete Material „flimmert“ oder „flirrt“ und wird nur bruchstückhaft übertragen.

Diesen Effekt nutze ich um mich mit den neu etablierten Kommunikationsformen unserer Gesellschaft auseinander zu setzen. Die Internettelefonie, beispielhaft für die vielen Neuerungen wie Menschen durch Technik in Kontakt treten, wird hier zu einem zweckgebundenen Mittel das emotional aufgeladen wird.

Meine Bilder zeigen Screenshots, die ich während der Konversationen mit Freunden via Skype gemacht habe. Zu sehen sind Personen und Räume, die alle durch die typischen digitalen Merkmale gekennzeichnet sind: technische Störungen, Farbverschiebungen und grobe Pixel deuten auf das Medium hin. Diese Effekte führen zu einer offensichtlichen Abstraktion des menschlichen Körpers. Der Bildschirm wird zu einer Art Bühne, die die Freunde näher bringt, sie aber gleichzeitig unendlich weit entfernt wirken lässt.

FEX, Künstlerhaus Dortmund, 2014
FEX, Künstlerhaus Dortmund, 2014